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KR 210 R3100 F reinigt Kokillen in der Gie?erei bei BMW in Landshut

KR 210 R3100 F säubert Gusskokillen bei BMW

KUKA Roboter übernimmt Trockeneisstrahlen für acht verschiedene Werkzeugtypen.


Am Standort Landshut fertigen rund 1.500 Mitarbeiter der BMW Group pro Jahr rund fünf Millionen Guss-Komponenten aus Aluminium und Magnesium mit einem Gesamtgewicht von rund 69.000 Tonnen. Zum Produktionsumfang z?hlen Motorkomponenten wie Zylinderk?pfe oder Kurbelgeh?use, aber auch Karosseriestrukturteile und Fahrwerksteile. In Zusammenarbeit mit der Augsburger MRK-Systeme GmbH wurde eine innovative L?sung zum roboterbasierten Trockeneisstrahlen für acht verschiedene Werkzeugtypen entwickelt. Die 2004 gegründete MRK-Systeme GmbH entwickelt und implementiert mit vierzehn Mitarbeitern Funktionspakete zur Mensch-Roboter-Kollaboration. Die Systeml?sungen kommen vorwiegend bei Automobilisten und deren Zulieferern, aber auch in allen anderen Bereichen der Industrie zum Einsatz.

KUKA Robotics beim Automobilhersteller BMW

Handhabung von Trockeneis ist eine hohe Belastung für Menschen

Für die Reinigung der Kokillen in der Gießerei wird Trockeneis herangezogen. Dieser nicht-abrasive und nicht-korrosive Reinigungsvorgang hat den großen Vorteil, dass das zu reinigende Material weder beschädigt wird noch Rückstände des Trockeneises zurückbleiben. Mit Trockeneis (festem CO2) können vielseitigste Geometrien, wie bei Kokillen oft zu finden, beschädigungsfrei und ohne Demontage von Ausrüstungsgegenständen gesäubert werden. Bei BMW in Landshut fand dies bisher manuell statt, was eine hohe Belastung für den Werker darstellt.

Robotische Unterstützung verbessert Ergonomie des Arbeitsplatzes

Der Werker wählt zunächst auf dem KUKA Handbediengerät smartPAD die Software „SmartICE“ an und kann dort den Kokillentyp und die jeweiligen Bereiche auf der Gussform graphisch auswählen. Diese Bereiche fährt der Werker nun intuitiv und handgeführt mit dem Roboter ab, welcher ohne Prozesskräfte leicht mittels Kraft-Momenten-Sensor geführt werden kann. Dies bietet im Vergleich zum rein manuellen Verfahren vor allem ergonomische Vorteile. Zudem können periphere Signale, z. B. zu Aktuatoren oder über die Aero-Schnittstelle von / zum Trockeneisaggregat, vom Bediener via Touch-Bedienung einfachst im Programm gespeichert werden. Im Anschluss lässt der Werker den Roboter die so beschriebene 3D-Bahn automatisch abfahren und die Kokille mit dem Trockeneis reinigen. Nach dem etwa halbstündigen Strahlvorgang wird die Kokille wieder in den Gieß-Produktionsprozess eingeschleust und eine neue, zu reinigende Gussform in die Station gebracht.

Intuitive und interaktive Handführung ohne Expertenwissen

In der innovativen Zelle wird ein KUKA Roboter vom Typ KR 210 R3100 F ultra eingesetzt. Dieser Roboter, der speziell für den Einsatz im Gie?ereiumfeld entwickelt wurde, h?lt mit speziellen Schutzpaketen Hitze, Schmutz, Feuchtigkeit, Sand und Reinigungsmitteln problemlos stand. Das macht ihn zur idealen Alternative vor allem für schwere, den Menschen belastende Arbeiten.

Mit der Sicherheitsschnittstelle X67 sowie der KUKA Software SafeOperation und RSI (RobotSensorInterface) ist der direkte Kontakt mit dem Menschen gefahrlos gew?hrleistet. 

Dank Sicherheitspaketen wird h?chste Sicherheit gew?hrleistet
Mit dem Funktionspaket SafeGuiding von MRK kann der KR 210 direkt von Menschenhand gelenkt werden.

Diese KUKA-Optionen bilden die Basis für das Funktionspaket SafeGuiding von MRK, welches das sichere, intuitive und interaktive Handführen bzw. Programmieren des KR 210 erm?glicht. Mithilfe einer anwender-spezifischen Bedienoberfl?che – welche als Plug-In-Software auf der KUKA-Steuerung implementiert ist – werden sowohl eine intuitive Roboterbedienung als auch eine selektive Programmanwahl und deren automatische Speicherverwaltung gew?hrleistet. Der Bediener kann ohne technisches Expertenwissen über die Automatisierungskomponenten produktiv t?tig werden und die zu reinigenden Freiformfl?chen der Kokille programmieren. 

Reduktion der Gie?unterbrechung um 120 Minuten

Durch den Einsatz des roboterbasierten Systems konnte die Gie?unterbrechung von 180 Minuten auf 30 Minuten reduziert werden – das garantiert eine deutlich h?here Ausbringung. Der Roboter erm?glicht zudem eine wiederholgenaue Pr?paration des Werkzeugs und entlastet den Mitarbeiter. Nicht zuletzt sind durch die neue L?sung weniger Verunreinigungen am Gie?platz vorzufinden.

Die zielgenaue Reinigung erh?ht die Qualit?t des Prozesses. Und nicht zuletzt muss der Vorgang auch unter dem Aspekt ?Heute für morgen“ betrachtet werden: Die Mitarbeiter werden immer ?lter – indem BMW auf roboterbasierte L?sungen setzt, denkt der Automobilhersteller schon heute an die Zukunft.

 

KR 210 3100 F reduziert Gie?unterbrechung von 180 auf 30 Minuten
Der KUKA KR QUANTEC Roboter ist speziell an den Einsatz in der Gießereiumgebung angepasst
Weltkarte von KUKA Standorten in 30 L?ndern

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